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Forum: ...über Forum
Letzter Beitrag: Michael_Frey
30.01.2021, 11:23
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Forum: ...über Forum
Letzter Beitrag: Michael_Frey
29.01.2021, 19:17
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Forum: Impressum
Letzter Beitrag: Michael_Frey
29.01.2021, 18:38
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Handbuch im neuen Forum
Forum: ...über Forum
Letzter Beitrag: Michael_Frey
29.01.2021, 17:19
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01. Unterdruckleitungen
Forum: Kapitel M - Tabellen & Diagramme
Letzter Beitrag: Michael_Frey
29.09.2012, 18:08
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02. Sensoren u. Aktoren
Forum: Kapitel M - Tabellen & Diagramme
Letzter Beitrag: Michael_Frey
29.09.2012, 18:07
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03. Diagnoseanschluss
Forum: Kapitel M - Tabellen & Diagramme
Letzter Beitrag: Michael_Frey
29.09.2012, 18:07
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04. Zündkerzen-Elektroden...
Forum: Kapitel M - Tabellen & Diagramme
Letzter Beitrag: Michael_Frey
29.09.2012, 18:07
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05. Füllmengen
Forum: Kapitel M - Tabellen & Diagramme
Letzter Beitrag: Michael_Frey
29.09.2012, 18:06
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06. Zündzeitpunkt - Leerl...
Forum: Kapitel M - Tabellen & Diagramme
Letzter Beitrag: Michael_Frey
29.09.2012, 18:06
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| 39. Automatikgetriebe-Flüssigkeit und -Filter wechseln |
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Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 19:42 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten
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1 Bevor mit den Arbeiten begonnen wird, muß die entsprechende Menge des für das jeweilige Getriebe erforderlichen ATFs sowie der passende Filter und eine neue Dichtung erworben werden. Weitere Informationen über Füllmengen- und ATF-Typen sind am Anfang des Kapitels nachzulesen.
2 Um eventuell im Getriebeflüssigkeitskreislauf abgelagerte Fremdstoffe zu entfernen, sollte der Flüssigkeitswechsel bei betriebswarmer Maschine erfolgen, d. h. unmittelbar nachdem das Fahrzeug abgestellt wurde. Achtung: Da die Temperatur des ATF im Betrieb mehr als 350°F betragen kann, sollten bei den im folgenden beschriebenen Arbeiten auf jeden Fall temperaturfeste Schutzhandschuhe getragen werden.
3 Das Fahrzeug mittels geeigneter Ständer aufbocken. Ist eine Hebebühne vorhanden, sollte diese genutzt werden.
4 Eine ausreichend große Auffangwanne unter die Ablaßschraube der Automatikgetriebe-Flüssigkeits-Wanne stellen
5 Außer den Bolzen 'A' und 'B' sind nun sämtliche Haltebolzen der Getriebeflüssigkeitswanne zu lösen (S. Abbildung). Anmerkung: Es ist ein spezieller Bolzen zum Lösen einer während der Montage mit RTV- ichtmittel eingeschmierten Dichtung des Turbo- 125C-Automatikgetriebes erforderlich. Ein solcher Spezialbolzen kann relativ einfach selbst hergestellt werden, indem von einem überzähligen Haltebolzen der Getriebeölwanne der Gewindedurchmesser auf 3/16 Inch bis kurz unter den Bolzenkopf verkleinert wird.
![[Bild: 39.1.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Kapitel%20A%20Wartung/39.1.jpg)
Sämtliche Haltebolzen der Getriebeflüssigkeitswanne (außer 'A' und 'B') lösen SECTION OF BOIT SHANK GROUNOOOWNT03/16 INCH
[imghttp://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Kapitel%20A%20Wartung/39.2.jpg][/img]
Den Schaft eines überschüssigen Haltebolzen auf 3/16" abdrehen
6 Den Bolzen 'A' herausdrehen und stattdessen den Spezialbolzen eindrehen.
7 Bolzen 'B' lösen. Mit einem Gummihammer sachte auf die Ecke der Getriebewanne schlagen. Achtung: Unter keinen Umständen darf versucht werden, die Getriebeflüssigkeitswanne aufzustemmen - hierdurch werden mit großer Sicherheit die Wanne oder das Getriebegehäuse beschädigt.
8 Den Spezialbolzen lösen und die Getriebeflüssigkeit ablaufen lassen.
9 Den letzten verbliebenen Haltebolzen ebenfalls lösen und die Wanne abnehmen. Nun den Ölfilter und den 0- ing entfernen (S. Abbildung).
10 Nun die Ölwanne und den Filter auf das Vorhandensein von Ablagerungen wie z. B. Metallpartikel, Kupplungsplatten- Beschichtungsmaterial, Gummi- oder Kunststoffpartikel und Kühlmittel untersuchen. Wird einer der eben beschriebenen Fremdstoffe vorgefunden, so ist das Getriebe genauestens untersucht und durch einen Fachbetrieb instandgesetzt werden.
11 Die Dichtfläche der Ölwanne und des Getriebegehäuses gründlich reinigen, hierbei sämtliche Überreste alten Dichtungsmaterials entfemen. Wurde die atte Dichtung mit RTV-Dichtungsmaterial behandelt, so sind dessen Überreste mit einem Plastikrakel abgekratzt werden. Das Gehäuse mit einem Lappen trocknen.
12 Die Ölwanne und deren Dfchtfläche mit einer geeigneten Reinigungslösung säubern und trocknen lassen. Hierzu ist nach Möglichkeit Druckluft zu verwenden, ist diese nicht vorhanden, kann die Wanne auch mit einem sauberen Lappen getrocknet werden. Nochmals sicherstellen, das keine Überreste alter RTVDichtmasse an den Dichtflächen oder der Wanne zurückgeblieben sind.
13 Den neuen Filter einsetzten und den 0-Ring anbringen. Den 0-Ring mit Petroleum-Gelee einschmieren.
14 Nun die Getriebeflüssigkeitswanne wieder anbringen, hierzu ist eine neue Dichtung zu verwenden. Die Haltebolzen der Ölwanne mit dem dafür vorgesehenen Anzugsmoment anziehen. Bei Fahrzeugen des Baujahres 1984 kann wahlweise eine Dichtung oder RTV-Dichtmittel verwendet werden. Wurde eine Wanne neuerer Bauform (zu erkennen an der Erhebung auf der Dichtfläche) verwendet oder werden Haltebolzen mit konischen Unterlegscheiben verwendet, so ist unbedingt eine Dichtung zu verwenden.
15 Das Fahrzeug absenken.
16 Das Fahrzeug mit der vorgeschriebenen Menge der jeweiligen Automatikgetriebe-Flüssigkeit durch den Einfüllstutzen befüllen (S. Anfang dieses Kapitels). Um das Verspritzen oder Vorbeilaufen von Getriebeflüssigkeit zu vermeiden, sollte ein Trichter verwendet werden. Jeweils nur kleinere Mengen von Flüssigkeit einfüllen und mehrmals den Füllstand am Peilstab kontrollieren (Abschnitt 4). Es kann einige Zeit dauern, bis die Getriebeölwanne gefüllt ist.
17 Das Fahrzeug auf ebenem Untergrund abstellen. Den Wählheben in 'Park'-Stellung schalten und die Handbremse anziehen.
![[Bild: 39.3.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Kapitel%20A%20Wartung/39.3.jpg)
Explosionszeichnung: Getriebeflüssigkeitswanne und ATF-Filter
A) 0-Ring (Dichtring)
C) ATF-Wannendichtung
E) Haltebolzen ATF
B) ATF-Fihter
C) ATF-Wanne
WASHER SEPARATE PIECE BUT NOT REMOVABLE
![[Bild: 39.4.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Kapitel%20A%20Wartung/39.4.jpg)
Diese Haltebolzen werden bei Fahrzeugen mit der 'neuen' Getriebewanne ab 1985 verwendet.
18 Nun den Motor anlassen ohne hierbei das Gaspedal zu betätigen (sofern möglich). Den Motor bei Leerlaufdrehzahl laufen lassen.
19 Den Wählhebel mehrmals durch sämtliche Fahrstufen bewegen.
20 Den Wählhebel erneut in 'Park'-Stellung bringen und bei laufendem Motor nochmals anhand des Peilstabes den ATFlüssigkeitsstand ermitteln. Er sollte in dem durchkreuzten Bereich des Peilstabes liegen. Achtung: Unter keinen Umständen darf das Getriebe mit zuviel ATF befüllt werden. Überfüllung kann Schaumbildung bewirken, hierdurch kann das Getriebe beschädigt oder im ungüstigsten Fall zerstört werden.
21 Die Unterseite des Fahrzeugs im Bereich der ATF-Wanne auf Leckagen untersuchen.
![[Bild: 39.5.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Kapitel%20A%20Wartung/39.5.jpg)
Weist die jeweilige Getriebeflüssigkeitswanne auf der Dichtfläche eine Erhebung auf, so darf die Wanne nur in Verbindung der jeweils passenden Dichtung montiert werden.
22 Den Peilstab in die entsprechende Röhre einstecken und den Motor und das Getriebe auf Betriebstemperatur bringen. Hierzu sind ca. 20 km auf der Landstraße bei normaler Geschwindigkeit zu fahren, im Stadtverkehr evtl. etwas weniger.
23 Das Fahrzeug auf einer ebenen Fläche abstellen und erneut auf Leckagen untersuchen.
24 Bei mit Leerlaufdrehzahl laufendem Motor erneut den Peilstab herausziehen und den Füllstand des ATF überprüfen. Der Stand sollte nun das obere Ende des durchkreuzten Bereichs erreicht haben. Sollte dies nicht der Fall sein, so ist die entsprechende Menge ATF nachzufüllen. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß das Getriebe unter keinen Umständen mit zuviel ATF befüllt werden darf.
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| 40. Überprüfen der Kraftstoffanlage |
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Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 19:34 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten
- Keine Antworten
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Achtung: Bevor irgendwelche Servicearbeiten an der Kraftstoffanlage durchgeführt werden, sind besondere Sicherheitsmaßnahmen zu treffen. Die Arbeiten sind in einem gut durchlüfteten Raum oder besser im Freien durchzuführen. Es darf unter keinen Umständen geraucht oder mit offenen Flammen hantiert werden. Heraustropfender Kraftstoff ist sofort mit einem Lappen aufzuwischen. Die Lappen sind an einem sicheren Ort aufzubewahren, damit die sich bildenden Dämpfe sich nicht entzünden können. Außerdem ist es ratsam, einen Trockenpulver-Feuerlöscher jederzeit griffbereit zu haben. 1 Ist im Fahrbetrieb oder bei direkter Sonneneinstrahlung abgestelltem Fahrzeug Kraftstoffgeruch zu vernehmen, muß die Kraftstoffanlage unverzüglich überprüft werden.
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| 41. Allgemeine Spezifikationen (europäische Maße) |
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Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 19:31 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten
- Keine Antworten
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Motorenöl-Fassungsvermögen
2,5l Vierzylinder-Maschine 2.84 l
2,8I V6-Maschine 3.79 l
Fassungsvermögen Kühlsystem Kühlmittel Ethyl-Glykol (Frostschutz) und Wasser
1984 mit Klima-Anlage 13,44 l
1994 ohne Klima-Anlage 12,97 l
1985 bis 1987 (ohne Klima-Anlage)
2,5l Vierzylinder mit Schaltgetriebe 13,34 l
2,5l Vierzylinder mit Automatik-Getriebe 13,06 l
2,8l V6-Maschine 13,06 l
Fassungsvermögen Kraftstoff-Vorratsbehälter
1984 39,75 l
1985 - 1986 38,99 l
Schmierstoff Viergang Schaltgetriebe.... SAE 5W30 SF Motorenöl
Schmierstoff Fünfgang-Schaltgetriebe SÄE 5W30 oder DEXRON II ATF (Evtl. bei einer GM-Vertretung in Erfahrung bringen, welches Schmiermittel zu verwenden ist!)
Schmierstoff Automatik-Getriebe DEXRON II ATF
Fassungsvermögen Getriebe-Schmiermittel
1984 bis 1986, Viergang-Schaltgetriebe 2,84 l
1985 u. 1986, Fünfgang-Schaltgetriebe 2,56 l
Fassungsvermögen Automatik-Getriebe-Schmiermittel
1984 bis 1987, mit Entfernen der Ölwanne 3,79 l
1984 bis 1987, nach Überholen des Getriebes 5,69 l
1985 bis 1987, nach Überholung und Entleeren des Wandlers 8,5 l
Bremsflüssigkeit. .DELCOSUPREME11oderDOT3
Überdruck zum Öffnen der Kühler-Verschlußkappe15 psi
Öffnungstemperatur Kühlmittel-Thermostat 90°C
Zylinder-Kompressionswerte
Die Abweichung der Kompressionswerte der einzelnen Zylinder darf nicht mehr als 30% betragen, weiterhin darf die Kompression keines Zylinders weniger als 100 psi betragen
Zündanlage
Numerierung der Zylinder (von rechts nach links, Getriebe
ist links)
2,5l Vierzylinder 1-2-3-4
2,8l V6-Maschine
vordere Bank (nahe Heckscheibe) 2-4-6
hintere Bank (nahe Gepäckfach) 1-3-5
Drehrichtung des Zündverteilers im Uhrzeigersinn
Zündfolge
2,51 Vierzylinder 1-3-4-2.
2,81 V6-Maschine 1-2-3-4-5-6..
Zündkerzen*
1984 und 1985
, 2,5l Vierzylinder.. ACR43TSXoderR44TSX.
1986 und 1987,
2,5l Vierzylinder. ACR43CTS.
2,8l V6-Maschine ACR42CTS
Kontaktabstand Zündkerze*
2,5l Vierzylinder 1,254mm
2,8l V6-Maschine..... 1,143mm
Zündzeitpunkt (bei Leerlaufdrehzahl) Hinweise auf dem
VECI-Schild unter der Heckklappe beachten (VECI:
Vehide Emission Control Information, Fahrzeug-Abgas-
KontrollInformationen)
* Hinweise auf dem VECI-Schild unter der Heckklappe
beachten (VECI: Vehide Emission Control Information,
Fahrzeug-Abgas-KontrollInformationen)
Radlager
Maximal zulässiges Spiel der Radnabe
0,0254 bis 0,127 mm
Bremsbeläge
Mindest-Belagstärke der Bremsbeläge
vorne 11,176mm
Hinten 12,7 mm
Untere Verschleißgrenze der Bremsbeläge (Auswechseln
erforderlich)
vorne 9,9 mm
hinten 11,43 mm
Reserverad
Empfohlener Reserverad-Luftdruck 60 psi
Keilriemen
Keilriemen-Spannungen (gemessen mit Burroughs Meßgerät)
2,51 Vierzylinder
Keilriemenspannung (ohne Klimaanlage)
neuer Keilriemen 196 Nm
'alter' Keilriemen 95 Nm
Keilriemenspannung (mit Klimaanlage)
neuer Keilriemen 224 Nm
'alter' Keilriemen 112 Nm
Klimakompressor-Riemen
neuer Klimakompressor-Riemen 224 Nm
'alter' Klimakompressor-Riemen 122 Nm
2,8l VB-Maschine
Keilriemenspannung
neuer Keilriemen 197 Nm
'alter' Keilriemen 95 Nm
Klimakompressor-Riemen
neuer Klimakompressor-Riemen 197 Nm
'alter' Klimakompressor-Riemen 95 Nm
AIR-Pumpen-Riemen
neuer Riemen 136 Nm
'alter' Riemen 68 Nm
Anzugsmomente
Ventildeckel-Bolzen
2,51 Vierzylinder 8,14 Nm
2,8l V6-Maschine 8,14 bis 12,2 Nm
Zündkerzen 9,49 bis 20,34 Nm
Vorspannung Radlager/Radnabe
I. Schritt 16,27 Nm
2. Schritt Mutter lösen
3. Schritt Mutter von Hand anziehen
4. Schritt Lösen, bis Loch in Mutter u. Gewindestange deckungsgl.
Ablaßschraube-Automatik-Getriebeölwanne 10,84 Nm
Radmuttern-Bolzen Leichtmetall- (Aluminium-) Räder 135,6 Nm
Stahlräder 108,5 Nm
Haltebolzen Drosselklappe (Vierzylinder) 13,56 bis 20,34 Nm
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| 42. Allgemeine Spezifikationen (Amerikanische Maße) |
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Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 19:28 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten
- Keine Antworten
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Motorenöl-Fassungsvermögen
2,5l Vierzylinder-Maschine 3 qts
2,8I V6-Maschine 4qts
Fassungsvermögen Kühlsystem Kühlmittel Ethyl-Glykol (Frostschutz) und Wasser
1984 mit Klima-Anlage 14.2 qts
1994 ohne Klima-Anlage 13.7 qts
1985 bis 1987 (ohne Klima-Anlage)
2,5l Vierzylinder mit Schaltgetriebe 14.1 qts
2,5l Vierzylinder mit Automatik-Getriebe 13.8 qts
2,8l V6-Maschine 13.8 qts
Fassungsvermögen Kraftstoff-Vorratsbehälter
1984 10.5 gal
1985 - 1986 10.3 gal
Schmierstoff Viergang Schaltgetriebe.... SAE 5W30 SF Motorenöl
Schmierstoff Fünfgang-Schaltgetriebe SÄE 5W30 oder DEXRON II ATF (Evtl. bei einer GM-Vertretung in Erfahrung bringen, welches Schmiermittel zu verwenden ist!)
Schmierstoff Automatik-Getriebe DEXRON II ATF
Fassungsvermögen Getriebe-Schmiermittel
1984 bis 1986, Viergang-Schaltgetriebe 3 qts
1985 u. 1986, Fünfgang-Schaltgetriebe 2,7 qts
Fassungsvermögen Automatik-Getriebe-Schmiermittel
1984 bis 1987, mit Entfernen der Ölwanne 4 qts
1984 bis 1987, nach Überholen des Getriebes 6 qts
1985 bis 1987, nach Überholung und Entleeren des Wandlers 9 qts
Bremsflüssigkeit. .DELCOSUPREME11oderDOT3
Öffnungsdruck Kühlerverschlußkappe 15 psi.
Öffnungstemperatur Kühlmittelthermostat 195° F
Zylinder-Kompressionswerte
Die Abweichung der Kompressionswerte der einzelnen
Zylinder darf nicht mehr als 30% betragen, weiterhin darf die
Kompression keines Zylinders weniger als 100 psi betragen.
Zündanlage
Numerierung der Zylinder (von rechts nach links, Getriebe
ist links)
2,5l Vierzylinder 1-2-3-4
2,8l V6-Maschine
vordere Bank (nahe Heckscheibe) 2-4-6
hintere Bank (nahe Gepäckfach) 1-3-5
Drehrichtung des Zündverteilers. im Uhrzeigersinn
Zündfolge
2,51 Vierzylinder 1-3-4-2
2,81 V6-Maschine 1-2-3-4-5-6
Zündkerzen*
1984 und 1985,
2,5l Vierzylinder. AC R43TSX oder R44TSX
1986 und 1987,
2,5l Vierzylinder. AC R43CTS
2,8l V6-Maschine AC R42CTS
Kontaktabstand Zündkerze*
2,5l Vierzylinder 0.060 inch
2,8l V6-Maschine 0.045 inch
Zündzeitpunkt (bei Leerlaufdrehzahl) Hinweise auf demVECI-
Schild unter der Heckklappe beachten (VECI: Vehicle
Emission Control Information, Fahrzeug-Abgas-Kontroll-
Informationen)
* Hinweise auf dem VECI-Schild unter der Heckklappe
beachten
Radlager
Max. zul. Spiel der Radnabe. 0.001 bis 0.005 inch. Bremsbeläge
Mindest-Belagstärke der Bremsbeläge
Vorne 0.440 inch
hinten 0.500 inch
Bremsbeläge
Untere Verschleißgrenze der Bremsbeläge (Auswechseln erforderlich)
vorne 0.390 inch hinten 0.450 inch
Reserverad
Empfohlener Reserverad-Luftdruck. 60 psi
Keilriemen
Keilriemen-Spannungen (gemessen mit Burroughs-
Meßgerät)
2,5l Vierzylinder
Keilriemenspannung (ohne Klimaanlage)
neuer Keilriemen 145lbs
'alter' Keilriemen 70lbs
Keilriemenspannung (mit Klimaanlage)
neuer Keilriemen 165lbs
'alter' Keilriemen 90Ibs
..
Klimakompressor-Riemen
neuer Klimakompressor-Riemen 165lbs
'alter' Klimakompressor-Riemen 90lbs.
2,8l V6-Maschine
Keilriemenspannung
neuer Keilriemen 145lbs
'alter' Keilriemen 70Ibs
...
Klimakompressor-Riemen
neuer Klimakompressor-Riemen 145lbs
'alter' Klimakompressor-Riemen 70lbs
AIR-Pumpen-Riemen
neuer Riemen 100Ibs
'alter' Riemen 50Ibs
Anzugsmomente
Ventildeckel-Bolzen
2,5l Vierzylinder 6 ft/lbs.
2,8l V6-Maschine 6 bis 9 ft/lbs
Zündkerzen 7 bis 15 ft/lbs
Vorspannung Radlager/Radnabe
1. Schritt 12 ft/lbs
2. Schritt Mutter lösen
3. Schritt Mutter von Hand anziehen
4. Schritt Lösen, bis Loch in Mutter u. Gewindestange
deckungsgleich
Ablaßschraube-Automatik-Getriebeölwanne. .8 ft/lbs
Radmuttern-Bolzen
Leichtmetall- (Aluminium-) Räder 100 ft/lbs Stahlräder
80 ft/lbs
Haltebolzen Drosselklappe (Vierzylinder). .10 bis 15 ft/lbs
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| 43. Starthilfe |
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Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 19:26 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten
- Keine Antworten
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![[Bild: Starthilfe.gif]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Kapitel%20A%20Wartung/Starthilfe.gif)
Die Kabel zwischen der entladenen und der Hilfsbatterie in der gezeigten Reihenfolge verbinden. Darauf achten, daß das Massekabel von der Hilfsbatterie nicht mit dem Masseanschluß der entladenen Batterie, sondern an einer sicheren Masseverbindung des Motors angeschlossen wird. Beim Überbrücken einer entladenen Batterie mit der eines anderen Fahrzeugs oder einer Starthilfebatterie sind verschiedene Sicherheitsvorkehrungen zu beachten:
a) Bevor die Hilfsbatterie angeschlossen wird, ist sicherzustellen das die Zündung des Fahrzeugs mit der entladenen Batterie ausgeschaltet ist
b) Sämtliche elektrischen Verbraucher am Fahrzeug mit der entladenen Batterie sind auszuschalten.
c) In seltenen Fällen kann es zur Bildung eines explosiven Gases beim Verbinden der beiden Batterien kommen, es ist daher ratsam Augen und Haut vor Verätzungen zu schütten.
d) Vor dem Verbinden der beiden Batterien ist sicherzustellen, das die Hilfsbatterie die selbe Spannung aufweist wie die zu überbrückende. e) Zwischen den beiden Fahrzeugen sollte, außer den Verbindungskabeln, keine elektrisch leitfähig Verbindung bestehen.
f) Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe ist der Gang herauszunehmen, beim Automatikgetriebe ist der Wählhebel in "Park"-Stellung einzulegen.
g) Handelt es sich bei der Starthilfebatterie nicht um eine Wartungsfreie, so sind die Füllstutzen auf der Oberseite zu öffnen und mit einen Lappen abzudekken.
Die Pluspole der beiden Batterien miteinander verbinden, danach das eine Ende des Massekabels mit dem Masseanschluß der Starthilfebatterie verbinden. Das andere Ende des Kabels an einer Stelle im Motorraum anschließen, an welcher ein ordnungsgemäßer Masseschluß sichergestellt ist, nach Möglichkeit dieses Kabel nicht an dem Masseanschluß der entladenen Batterie anschließen ! Sicherstellen, das keines der Kabel in den Bereich von rotierenden oder beweglichen Fahrzeugteilen gelangen kann. Nachdem der Motor gestartet wurde und einen ruhigen Leerlauf aufweist, sind die Kabel in umgekehrter Reihenfolge zu entfernen.
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| 01. Lebenslauf |
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Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 16:54 - Forum: History
- Keine Antworten
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Pontiacs Fiero - die verspielte Chance. 1984 trat die GM-Tochter Pontiac mit einem völlig neuen Fahrzeug an, um den amerikanischen Sportwagenmarkt zu erobern. Das Design und der Aufbau dieses Wagens, der 1979 von Elliot M. "Pete" Estes iniziiert worden war, sollten wegweisend für die automobile Zukunft bei Pontiac werden und der Konkurrenz, vor allen aus Fernost, den Wind aus den Segeln nehmen.
Doch die Chance, mit dem so viel versprechenden Konzept eines preiswerten Mittelmotorsportwagens auf Siegeskurs zu gehen, wurde durch schlecht gemachte Hausaufgaben verspielt: Mangelnde Leistung und Lebensdauer des zuerst angebotenen Vierzylindermotors ruinierten den Ruf des Wagens und Gerüchte über Motorbrände gaben ihm den Rest.
![[Bild: 0000_Picture15.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture15.jpg)
(Innen-)Ansichtssache: Fiero GT mit Schaftgetriebe
Erst die "Wiederentdeckung" des Fiero durch die Branche der ReplikaHersteller rehabilitierte den zu unrecht geschmähten Sportwagen, der bei seiner Produktionsaufnahme 1984 seiner Zeit wahrscheinlich einfach zu weit voraus war.
Zeitgleich mit der Entstehung des Fiero bahnte sich in einem anderen GM-Tochterunternehmen ein Generationswechsel an, der nicht ohne Auswirkungen blieb: Chevrolet war dabei, die seit 1968 gefertigte "Coke-botde-Corvette"-Generation in Rente zu schicken und durch eine völlige Neukonstruktion zu ersetzen.
Die neue Corvette erhielt anstatt des traditionellen Leiterrahmens eines selbsttragende Stahlskelett-Konstruktion, die von den Technikern klangvoll "Spaceframe" getauft wurde und auch die dann die GFK-Teile der Außenbeplankung laminiert wurden.
Von dieser Lösung versprachen sich die Entwicklungsingenieure eine größere Steifigkeit und passive Sicherheit für die Insassen bei gleichzeitiger Gewichtsersparnis.
Dieses neue "Spaceframe"-Konzept übernahmen auch die PontiacTechniker für den Fiero, jedoch mit dem Unterschied, daß die Außenbeplankung aus Kunststoff so weit wie möglich auf den Rahmen geschraubt wurde, um die Servicefreundlichkeit zu erhöhen.
Im Gegensatz zu den Chevrolet-Designern, die sich im Laufe der Corvette-Geschichte immer wieder mit Mittelmotor-Studien beschäftigt hatten und diese schließlich aus Kostengründen "ad akta" legten, setzten sich die Designer des Fiero mit diesem Antriebskonzept bei ihren Vorgesetzten durch, denen der Fiero vom Projektleiter schlicht als "commuter-car" "verkauft" wurde ! Zusätzlich dürfte der Erfolg von kompakten Sportwagen, wie dem des Fiat X1/9, den Fiero-Designern den Rücken gestärkt haben, so daß sie "grünes Licht' bekamen, um den Fiero schließlich zur Serienreife weiterzuentwickeln.
![[Bild: 0000_Picture17.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture17.jpg)
Deutlich zu erkennen ist hier die Rahmenkonstruktion
![[Bild: 0000_Picture18.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture18.jpg)
Swirl-Port" Zylinderkopf "
![[Bild: 0000_Picture19.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture19.jpg)
Die Rahmenbeplankung aus "Enduraflex"
![[Bild: 0000_Picture21.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture21.jpg)
Totgesagte leben länger: Auf Wunsch sorgte der Chevrolet L44-V6, versehen mit einer Mehrventil-Einspritzanlage im Fiero für Vortrieb
Unter enormen Druck der Firmenleitung, die Kosten so gering wie möglich zu haken, mußten Dave Holls, Chef des "GM Advanced Design Studio" und R. C. Hill tief in das GM-Regal greifen und so manchen unliebsamen Kompromiß eingehen, von denen der schwerwiegendste, die Motorenwahl, sich bitter rächen sollte.
Obwohl der Fiero von vorneherein als V6 geplant war, lief er aus Kostengründen ab 1984 zunächst als magerer 2,5 Liter Vierzylinder vom Band, der als Basisfahrzeug, SE- und Sport-Version lieferbar war.
Der verwendete "Iron-Duke"-Motor, der über elektronische Benzineinspritzung und "swirl-port"-Zylinderkopf verfügte, lieferte dabei lediglich 95 PS (70 kW), die dem "schnellen Outfit" des Wagens nie gerecht werden konnten.
Da der Fiero vor allem unter dem Aspekt "Kraftstoffersparnis" gestaltet worden war, ging der zeitgenössische Verkaufsprospekt elegant über diesen Punkt hinweg und offerierte dem Leser stattdessen eine raumfüllende Verbrauchwertetabelle !
Dennoch wurde der Fiero zum offiziellen Pace Car für das rennomierte Indianapolis 500 Rennen gekürt!
Drei Wagen wurden zu diesem Zweck mit modifizierter 2,7 Liter Motorisierung (u. a.: feingewuchtete Schmiedekurbelwelle, highperformance Zylinderkopf) und geänderter Front, Seiten- und Heckschürze, sowie einem futuristischem Lufteinlaß"vor dem Heckfenster ausgerüstet. Besonderer Kick: Eine Positionsleuchte auf der Rückseite des "Schnorchels", die von einer Boeing 747 stammte ! Immerhin, diese original Pace-Cars waren für 136 mph gut.
Der Verkauf des Fiero lieft nicht zuletzt aufgrund solch positiver Werbung gut an, so daß insgesamt 136.840 Wagen im ersten Produktionsjahr abgesetzt werden konnten. Auch der Aftermarket entdeckte den Fiero schnell und sog. "Grund Effect Kits" konnten ebenso erworben werden, wie eine Turbo-Option von Mecham Racing, in Glendale / Arizona, die satte 1.795 US-$ kostete.
Zugleich verbreitete sich unter den potentiellen Käufern jedoch schnell das Gerücht von zahlreichen Motorbränden der ersten Modelle, während immer wieder die schlechte Motorleistung das Negativ-Image des Fiero schürte. Der kompakte Mittelmotor-Zweisitzer fuhr sich zwar wie ein vollwertiger Sportwagen, doch fehlende Servolenkung, geringe Leistung, eine schwergängige Schaltung und hart arbeitende Kupplung trübten den Fahrspaß gewaltig. Hinzu kamen eine schlechte Verarbeitungsqualität, knackende und quitschende Karosseriekomponenten, sowie thermische Probleme des Motors, die dem Ruf des Fiero schnell den Rest gaben.
Im folgenden Produktionsjahr konnten so nur noch ganze 76.371 Käufer für den Fiero gefunden werden, obwohl 1985 auch der langersehnte V6 in Produktion ging !
Pontiac bemühte sich die "Krankheiten" des ersten Modelljahres zu beheben und führte zahlreiche Verbesserungen durch.
So wurde der Vierzylinder mit einem Isuzu-Fünfganggetriebe versehen, der Vierzylinder überarbeitet und nun "Tech IV" getauft, die Kupplung leichtgängiger gestaltet.
Der 145 PS starke V6 wurde zur Standard-Motorisierung der neu eingeführten GT-Version und konnte, alternativ zum "fron Duke", auch bei der Sport Coupä und SE-Version geordert werden.
Dennoch konnten auch diese Bemühungen den Image-Verlust nicht ausgleichen, denn lediglich 22.534 Käufer entschieden sich '85 für die GT-Variante.
![[Bild: 0000_Picture24.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture24.jpg)
Eines der Indy-5500-Pace Cars.
Für das Modelljahr '86 hatten sich die Pontiac-Techniker bemüht, nochmals den Vierzylinder zu verbessern und mit einer zusätzlichen Veränderung der Position des Triebwerks die Vbrationsprobleme in den Griff zu bekommen, die die Karosseriegeräusche verursachten.
Auch das Design war zugleich überarbeitet worden, so daß sich der Wagen nun als elegantes Fastback-Coupä präsentierte, dessen verlängerte Dachlinie, neue Heckscheibe und Rückleuchten eine echte Verbesserung darstellte.
![[Bild: 0000_Picture22.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture22.jpg)
Ab 1986 auch als Fastback "zu haben", hier Wo ist der Tankverschluß ?
Die Reaktion des Publikums auch diesen "aufgewerteten" Fiero war zwar positiv, denn 83.974 Fahrzeuge konnten verkauft werden, doch der nächst Tiefschlag ließ nicht lange auf sich warten: Tests hatten die "Enduraflex"-Kunststoffbeplankung in den Ruf gebracht, giftige Dämpfe zu entwickeln, wenn sie Feuer fing.
In Zusammenhang mit dem Image, ohnehin ein "heißes Fahrzeug" zu sein, war dies der Todesstoß für den Fiero: Das '87er Modell fand gerade noch 46.581 "Todesmutige" Abnehmer !
Obwohl die letzten Modelljahr zu den ausgereiftesten zählten, sackten die Verkaufszahlen ins Bodenlose.
Ein Paradoxon: Der kleine Sportwagen wurde ständig besser, während zugleich immer weniger Kunden bereit waren, sich einen Fiero in die Garage zu stellen. Vermutlich lag der Grund in dem glücklosen Namen, der auch nach Einführung des modifizierten Designs beibehalten wurde.
Nur sechs Monate vor Produktionsbeginn einer neuen Fiero-Generation kam dann am 1. März 1988 das "Aus" für den Fiero, der besser war als sein Ruf. Im gleichen Monat, am 24.3.1988 starb auch der Initiator des Fiero, "Pete" Estes, eine Ironie des Schicksals ?
1984 stellte Pontiac ein kleines Mittelmotor-Coups namens Fiero vor, bestückt mit einem 2,5-1-Vierzylindermotor. Ein nettes Sportwägelchen für Sekretärinnen, so die einhellige Meinung. Und dann tauchte dieser automobile David auf US-Rundstrecken auf, forderte mit einer Handvoll Dollar in der Tasche die schwerreichen Werks-Goliaths des Rennsports heraus
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| 02. Der Fiero im Rennsport |
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Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 16:43 - Forum: History
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Ja, ja, das liebe Geld. Die General-Motors-Division Pomiac mochte nicht allzuviel davon ausgeben. Auf nicht mehr als rund $250.000 schätzte John Callies, seinerzeit Chef für das Rennsportprogramm, die Investitionen in das GTU-Projekt (GTU steht für Grand Touring Under 3.0 liters). Eine Summe, die Entwicklung und Bau von Prototypen, spezielle Motorkomponenten, einer renntauglichen Antriebseinheit mit mehreren Getriebeübersetzungen, eines Rennchassis und der Karosserieelemente aus Fieberglas beinhaltet. "Und für den zusammen mit Spice entwickelten Rennwagen hat Pontiac dann noch mal rund $450.000 aufgewendet', erinnert sich Callies. Macht zusammen $700.000. Ein Trinkgeld im Vergleich zum Budget der Werksteams vom Schlage Porsche, Nissan, Toyota oder Mazda, die jeweils zwischen drei und fünf Millionen Dollar in ihre GTU/GTP-Projekte butterten.
Den Sparstrumpf hatte sich Callies bereits 18 Monate vor dem offiziellen Verkaufsstart des Fiero angezogen und alle möglichen Rennteile bei allen möglichen Tunern eingekauft, um sie auf ihre Tauglichkeit für einen Wettbewerbs-Fiero zu prüfen. Gleichzeitig bemühte sich Pontiacs Chefingenieur und Hobby-Rennfahrer Robert L. "Bob" Dorn, den PR-Wert von Rennsiegen für das eher unscheinbare GM-Küken realisierend, um den offiziellen Firmensegen für das Projekt. Er bekam ihn vom PontiacBoß Bill Hoglund - mit der Auflage, den finanziellen Aufwand in "bescheidenem Rahmen zu halten".
Sofort stellte Callies ein schlagkräftiges Entwicklungsteam zusammen, für das er unter anderen die Motorenexperten Tim Petersen und Paul Vanderley sowie Fahrwerksspezialist Terry Satchell gewinnen konnte. Bereits im Juni 1983 lief der erste Prototyp: Doch der zunächst gute Eindruck, den dieser Fiero SD-4 anläßlich seiner Pressevorstellung hinterließ, verblaßte vier Monate später bei ausgiebigeren Tests mit einem zweiten Exemplar gründlich.
![[Bild: 0000_Picture26.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture26.jpg)
Kräftiges PR-Zugpferd: Der Pontiac Fiero 1984 als Pace-Car in der Indy-Car-Serie.
"Das Handling war dramatisch schlecht', erinnert sich Callies. Also wurden die Fahrwerkstuner Baird Et Trivette in Norcross/Georgia mit der Problemlösung beauftragt. Die Feinabstimmung übernahm Rennfahrer Clay Young und nach einem zufriedenstellenden Test suchten die Fiero-Underdogs die erste Herausforderung: Sie traten zum 24-Stunden Rennen in Daytona an, dem Saisonauftakt der IMSA-Serie. "Wir wußten: Unsere Chancen, das Rennen durchzustehen, waren gleich null. Aber wir wußten auch: Das Rennen fahren, uns selbst unter Druck setzen, würde das Projekt immens vorantreiben", so Callies.
Der Motor hatte seine Standfestigkeit bewiesen, also tippten die FieroIngenieure auf Probleme mit dem brandneuen Getriebe, den Antriebswellen, dem Fahrwerk oder andern unerprobten Komponenten als potentielle Ausfallursache.
Sie tippten gründlich daneben. "Wir haben in diesem Rennen innerhalb kürzester Zeit eine Basislektion über die Vibrationen eines großvolumigen Vierzylinder-Rennmotors bekommen", resümiert der ehemalige Teamchef das Disaster.
Die Triebwerks-Ingenieure hatten Schlichtweg ignoriert, daß Straßenkurse höhere Drehzahlen bedingen als Ovalkurse. "Dort bewegst Du dich permanent zwischen 7.200 und 7.600 U/min, hier gehts bis an den roten Bereich". Bei 8.000 U/min schüttelte die Fiero-GTU-Maschine so stark, daß Fahrer Bob Earl beim ersten Go-out die Brille von der Nase rutschte !
Im weiteren Rennverlauf entledigte sich der Vibrator sukzessive seiner angeflanschten Nebenaggregate - die dann notdürftig angepappt wurden Ein Nockenwellenschaden beendete das Fiasko nach etwa zweieinhalb Stunden.
Das Problem der mangelnden Standfestigkeit zog sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison: Gebrochene Ventile, Kolben- und Pleuellager, eine abgefallene Schwungscheibe... ". Es war wie ein Alptraum. Ich glaube, wir haben mindestens 42 verschiedene Motorenteile neu konstruiert und gebaut. Trotz aller Rückschläge haben wir aber doch noch einige PS gefunden, unter anderem dank eines neuen Zylinderkopfs aus Leichtmetall. Doch würde man den Saisonverlauf graphisch festhalten - die Leistungskurve zeigt steil nach oben, die der Standfestigkeit im gleichen Maße nach unten".
![[Bild: 5,1.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/5,1.jpg)
Schüttelte im ersten Go-out Bob Earl die Brille von der Nase: 2,5Liter SD-4 Vierzylinder.
Wenig Geld, viel Arbeit: Das Team mußte die dünne Finanzdecke durch übermenschlichen Einsatz kompensieren, der Tag hatte für jeden 24 Stunäbn... "und das einmal 33 Tage hintereinander". Von der Rennstrecke ins Testzentrum, vom Testzentrum ins Rennwochenende. Mit jeweils frustrierendem Ergebnis: Schnell im Training, Ausfall im Rennen - und zwar jedesmal in Führung, vier Events hintereinander.
Dann der Lichtblick: Zweiter Rang für Clay Young in Sears Point, jener Rennstrecke, auf der der Fiero beim ersten Fahrwerkstest enttäuscht hatte. Beim nächsten Rennen verpasste Young's Teamkollege dem Fiero zwar einen kleinen Nasenstüber an der Mauer, steuerte ihn aber dann doch noch auf den dritten Platz.
Der Knoten platzte, endlich, auf dem Michigan International Speedway, nördlich von Detroit: Spiel, Satz und historischer Sieg - der erste einer US-Marke in der bis dato 12 Jahre langen Geschichte der IMSA-GTUMeisterschaft. Die Dominanz der japanischen Import-Renner schien gebrochen, zumal Young auch den folgenden Lauf in Watkins Glen klar für sich entschied.
Doch der Auftakt zur ' 85er Saison endete erneut frustrierend: In Führung liegend fiel Young mit einem kapitalen Getriebeschaden aus - und das beim weltweit per TV-Satellit übertragenen und somit publicityträchtigen GP-Rahmenrennen in Miami Beach.
Auch in den folgenden sechs Läufen ereilte den Fiero der Defektteufel. Diese zweite Durststrecke war überwunden, als Bob Earl auf dem neuen, Knallgelben STP-Fiero in Laguna Seca gewann - aus der letzten Startreihe des 36 Autos starken Feldes.
Earl gewann auch das folgende Rennen, Young das nächste, Earl das übernächste ... und nach 10 von insgesamt 17 IMSA-Läufen konnte sich Pontiac beste Chancen auf den Marken-Titel ausrechnen. Um diese zu erhöhen, wurde ein dritter Fiero mit dem dreifachen SCCA-Champion Terry Visger eingesetzt.
Und Bingo ! Beim folgenden Lauf in Portland dominierten die Fieros zuerst das Training und landeten dann einen Doppelsieg: Earl vor Vsger. Als Vater des Erfolges durfte sich Motorentuner Joe Huffaker rühmen: Er hatte dem auf drei Liter aufgebohrten Vierzylinder eine Leistungsspritze von 300 haftbaren PS verpaßt (das 2,7-1-Vorgängertriebwerk hatte dagegen "nur" 275 PS bei 7.500 U/min mobilisiert).
![[Bild: 5,2.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/5,2.jpg)
Triumph in Mid-Ohio 1986: Bob Earl.
Damit katapultierten sich die Pontiac Coupes auch beim folgenden Rennen in Sears Point in die erste Startreihe, egalisierten den Streckenrekord und Earl schob sich mit einem weiteren Sieg auf Platz zwei der Fahrerwertung.
![[Bild: 0000_Picture37.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture37.jpg)
IMSA-GTP-Debüt, April 1986, Road Atlanta: Der Spice-Fiero liegt mit Abstand in Führung - und fällt aus.
Den Titel im Visier wurde Earl für den darauffolgenden Lauf in Road America der Rocksänger John Oates (vom Duo Derryl Hall £r John Oates) als Co-Pilot spendiert - eine riskante PR-Maßnahme. Doch Oates gab richtig Gas - bis er sich mit klemmendem dritten Gang in die Leitplanke drehte. Nicht nur Earl konnte seine Hoffnungen begraben, sondern auch Markenmeister-Aspirant Pontiac, nachdem Vsger ebenfalls nicht in die Punkteränge kam. 1986 rannte der Huffaker-/EarlFiero mit offizieller GM-Unterstützung und bis Juni konnte das Team die Anzahl der IMSA-GTU-Klassensiege auf insgesamt 11 (1984) aufstocken.
Im März hatte Pontiac ein vielversprechendes Gemeinschaftsprodukt mit der englischen Rennwagenschmiede Spice Engineering Ltd. präsentiert: Ein Sportprototyp für die IMSA-GTP-Kategorie, mit 330 PS starkem 3,0-I SD-4 Fiero-Triebwerk. Pontiacs neuer Chefingenieur Byron Warner stand hinter dem Projekt, dessen Planung und Realisierung einmal mehr John Callies übertragen wurde. Der war auf der Suche nach einem geeigneten Chassis-Hersteller bei Spice fündig geworden: "Jeff Hazel und Graham Humphries, deren Konstruktion gerade die 1985er Gruppe C2-Europameisterschaft anpeilte, schaute sich justament nach einem neuen Partner in Sachen Triebwerksbestückung und aerodynamischer Entwicklung um".
![[Bild: 0000_Picture38.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture38.jpg)
Clay Young ist mit dem V6 in der GTO-Klasse erfolgreich.
![[Bild: 0000_Picture39.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture39.jpg)
Entwicklung in Windeseile: Das 1:4-Modell des Spice-Fiero GTP im GM-Windkanal.
Mit der Spice-Zusage in der Tasche konnten Callies und Warner dem Pontiac-Vorstand das GTP-Programm schmackhaft machen. "Unser Entwicklungspart", kramt Callies aus der Erinnerung, "umfaßte die gesamte Aerodynamik, den kompletten Unterboden sowie die Karosserie. Und wir mußten unseren Vierzylinder als nichttragendes Element dem Hilfsrahmen anpassen, da der Spice mit größeren Triebwerken in andern Kategorien rennen sollte".
Natürlich war Sparen wieder oberstes Gebot, wiewohl reinrassig GTPRennautos von Natur aus keine Kostverächter sind, wollen sie doch aus leichtem, stabilem, hochwertigstem Material erstellt werden. So wurde das Monocoque aus einem Aluminium-Kohlefaser-Verbund, die auf Abtrieb getrimmte Karosserie aus Kaviar gebaut. Ausgeklügelte Luftführungskanäle im Unterboden verstärkten den Ansaugeffekt bei hohen Geschwindigkeiten, der obligatorische Heckflügel sollte zusätzlich für variablen Anpreßdruck sorgen.
Mit dieser "Waffe" visierte Pontiac das IMSA "Camel Lighr"-Championat in der GTP-Klasse an, während Spice die Gruppe C2Europameisterschaft mit einem Ford-Cosworth-angetriebenem Zwilling aufs Korn nahm. Bob Earl wurde IMSA-Stammpilot, während Gordon Spiee und Ray Bell am C2-Volant drehten, bei Bedarf aber auch mehrfach über den Atlantik jetteten.
Beispielsweise zum 6-Stunden-Rennen in Riverside, in dem die GTUund GTP-Klasse gemeinsam startete, wobei sich Earl mit Copilot Domonic Dobson und Visger mit Don Roberts jeweils einen GTU-Fiero teillten.
Auch in der frisch eingerichteten GTO-Klasse tauchte in diesem Jahr ein Fiero auf: Clay Young pilotierte den neuen V6. Die Fiero-Bilanz zum Saisonende 1986 war - gemessen am Schmalhans-Budget - durchaus positiv: Klassen- und Gesamtsiege bei der Hälfte aller absolvierten Rennen.
![[Bild: 0000_Picture41.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture41.jpg)
1985 in Road America: Siegesaspirant Earl gibt seinem Co-Dritter John Oates letzte Tips.
![[Bild: 0000_Picture42.jpg]](http://www.fieropage.de/Fieropage/Handbuch/Prospekt/Bilder/0000_Picture42.jpg)
1987: Mit 330 PS IMSA-GTP-Lights-Class Markenmeister.
Mit neuen Sponsoren, fülligeren Geldbörsen und überarbeiteten Autos gingen die Fiero-Teams auch 1987 in allen drei Kategorien an den Start. Und zwar mit nachdrücklicher Titelaspiranz, wie sich gleich zum Saisonauftakt, dem 24-Stunden-Rennen in Daytona, in der GTP-Klasse demonstrierten: Don Bell, Jeff Kline und Bob Earl entschieden die Kategorie der 3,0-1-Sportprototypen klar für sich, wobei sie so ganz nebenbei neue Klassenrekorde markierten: neue Trainingsbestzeit, schnellste Runde, höchste Durchschnittsgeschwindigkeit.
Und sie trugen Pontiac als ersten Kategoriesieger seit 1966, den FieroMotor als ersten siegreichen Vierzylinder nach 25 Jahren sowie GM als ersten Prototypen-Gewinner überhaupt in die Annalen ein.
Die Erfolgskurve stieg in diesem Jahr steil nach oben, und am Ende hatte der Spice-Pontiac mit neun Siegen die IMSA-Markenmeisterschaft der GTP-Lights Class in der Tasche.
Der GTO Fiero V6, inzwischen auf 500 PS aus 4,5-I erstarkt, fügte der Bilanz noch zwei wertere Klassensiege hinzu - und auch hier hatte Tausendsassa Bob Earl mit am Lenkrad gedreht.
Auf dem Zenit der Karriere fiel der Vorhang für Pontiacs MittelmotorZweisitzer: 1988, nachdem die zivile Straßenversion endlich ausgereift war. Die Rennversinen bestritten noch zwei IMSA-Läufe in Miami und Palm Beach, fuhren dort als Dritter und Fünfter bzw. Vierter über die Ziellinie - und anschließend ins Museum. Und John Callies ? Er widmet sich heute der Herstellung und dem Verkauf von Tuningteilen.
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| 03a. Prototypen (englisch) |
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Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 16:35 - Forum: History
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Top: Pontiac stretched a standard '85 Fiero coupe into this 2+2 as another trial in adapting the car's space-frame to other body styles. Rear side window wrapped up and over to make a moonroof for those in the cramped back bucket seats. Protruding side scoop never made it to showroom Fieros, but would have been interesting. Center and above: When the axe Fell an Fiero in mid-1988, this full-size mockup was one of several designs in contention for 1990. Highlights included a "softer" nose, elevated rear deck, longer roof with bulkier B-posts, and a revised mid-body character line that fully encircled the car and tied in more neatly with the taillamps.
Top and center: This fairly extensive facelift of Fiero's 1987-88 Styling may have been aimed at '89, certainly 1990. Bespoilered tail with "tunneled" backlight Shows a hint of Trans Am or maybe '68 Dodge Chargerj, while Ferrari 308/328 overtones appear in the bodyside indents, whose shape repeats around the front side-marker and parking lamps. Above: A variation an this basic theme proposed an even closer Trans Am tie-in via a full-width taillamp lens, Jong a Pontiac hallmark. The visual kinship with the T/A was no doubt intended to further Fiero's claim as a unique performance car following the major chassis changes of 19', rather than is early image as a low-cost collection of corporate components in sporty midengine format.
Also in the running for 1989 or '90 was this version of the "Trans Am look" that was being evolved when Fiero was felled by GM costcutters. Flared rocker bottoms furthered the T/A connection, but a more sculptured back panel with triple-lamp motif would have been Fiero's own. Front end was a careful evolution of 1987-88. Headlamps would have remained hidden beneath pop-up hood panels, but the switch from squares to oblongs shown here implies a planned change to smaller, newer-design high-intensity lighting. All four of these views were taken just outside the Design Staff offices at GM's Warren, Michigan, Technical Center.
Plastic outer panels made Fiero styling easy and inexpensive to change, but the "driveable space frame" made additional body styles rather more difficuk and costly than conventional construction. Even so, Pontiac devised a racy Fiero-based speedster in mid-1983, then updated its Styling a year later. The handsome red job seen here was buik around 1986, with that year's GT coupe lower-body styling, to investigate the feasibility of a convertible Fiero. Besides a fully engineered soft top with modest "stack height," this prototype boasted a left-hinged rear deck that swung up sideways for engine access. But cost factors made production unlikely even if Fiero had continued past 1988.
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