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  19. Abgasanlage überprüfen
Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 21:01 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten - Keine Antworten

1 Bei kaltem Motor (Das Fahrzeug sollte mindestens seit 3 Stunden nicht mehr bewegt worden sein) die komplette Abgasanlage, angefangen am Hosenrohr bis zu den Endrohren untersuchen.

2 Sämtliche Rohre auf undichte Stellen untersuchen. Alle Klammern, Schellen und Spannvorrichtungen auf festen Sitz und ordnungsgemäßen Halt überprüfen.

3 Den gesamten Fahrzeugboden auf Öffnungen untersuchen, durch welche Abgase in die Fahrgastzelle gelangen könnten. Evtl. vorhandene Öffnungen sind unverzüglich zu verschließen.

4 Rasselnde oder klappernde Geräusche während des Fahrbetriebs resitieren oftmals durch lose Teile der Auspuffanlage. An sämtlichen Komponenten des Abgassystems rütteln. Stoßen hierbei Teile der Auspuffanlage an Fahrwerks-, Rahmen- oder Karosserieteile, so ist die entsprechende Komponente neu aufzuhängen.

5 Die Hitzeschilder am Katalysator und Endschalldämpfer sowie das Steinschlagblech auf sicheren Halt überprüfen.

6 Der allgemeine Betriebszustand des Motors kann anhand der Ablagerungen an den Innenwandungen der Endrohre ermittelt werden. Sind dort eine tiefschwarze, schmierige Substanz oder weiße Ablagerungen zu finden, sollte der Motor baldmöglichst generalüberholt werden.

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  20. Reifen überprüfen und tauschen
Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 21:00 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten - Keine Antworten

[Bild: 20.1.jpg]

Rotations-Reihenfolge beim Reifentausch. Das optionale Schema ist nur bei Radial-Reifen zu empfehlen. Die Reifen sollten spätestens nach den angegebenen Wartungsintervallen getauscht werden. Gleiches gilt, wenn bei den Reifen einer Achse unterschiedlich starke Abnutzung festzustellen ist. Die Reifen wie in Abbildung 20.2 gezeigt tauschen. Die Hinweise zur Benutzung des Wagenhebers am Anfang dieses Buches unbedingt beachten. Sollen zusammen mit den Reifen die Bremsen kontrolliert werden, darf die Handbremse vor dem Anheben des Fahrzeuges nicht angezogen werden. Weiterhin sollte vor dem Ansetzen des Wagenhebers sichergestellt werden, daß das Fahrzeug nicht wegrollen kann. Nach Möglichkeit sollte das Fahrzeug mit einer Hebebühne angehoben werden. Nachdem die Reifen getauscht wurde, ist der ordnungsgemäße Reifenluftdruck zu überprüfen. Weiterhin ist das korrekte Anzugsmoment der Radmuttern zu kontrollieren.

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  21. Bremsanlage überprüfen
Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 20:59 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten - Keine Antworten

[Bild: 21.1.jpg]
Die Belagstärke der Bremsbeläge kann durch die runde Aussparung im Bremssattel ermittelt werden. Ist die Belagstärke unter 1,6 mm gesunken, sind die Beläge möglichst bald zu erneuern.

1. Öle Bremsen sollten bei jeder Demontage der Räder untersucht werden, spätestens aber, wenn sich das Bremsverhalten merklich ändert. Die folgenden Symptome deuten auf einen Defekt in der Bremsanlage hin: Das Fahrzeug zieht beim Bremsen zur Seite; Beim Betätigen der Bremse sind quitschende oder rasselnde Geräusche zu vernehmen; Das Bremspedal weist unnatürlich großes Spiel auf; Beim Bremsen 'schlägt' das Pedal zurück; Unter dem a bgestellten Fahrzeug bilden sich Flecken von Bremsflüssigkeit, möglicherweise im Bereich der Reifeninnenseite.

2. Die Bremsbeläge sind mit einer speziellen Belagschicht ausgerüstet. Diese ist unterhalb des eigentlichen Bremsbelages aufgebracht und sorgt bei Erreichen der Verschleißgrenze für ein 'quietschendes' Geräusch beim Bremsen. Ist dieses Geräusch zu vernehmen, sind die Bremsbeläge unverzüglich zu erneuern. Achtung: Wird über einen längeren Zeitraum mit abgenutzten Bremsbelägen gefahren, ist eine Beschädigung der Bremsscheiben nicht auszuschließen.

3 Das Fahrzeug aufbocken, nach Möglichkeit auf einer Hebebühne. Die Reifen demontieren. Die Bremssättel mit den Bremsbelägen sind nun sichtbar. In dem Bremssattel sind zwei Beläge verbaut, einer auf der Scheibeninnenseite, der andere auf der Scheiben-Außenseite.

4 Durch die ovale Aussparung im Bremssattel kann nun die Belagstärke ermittelt werden (Siehe Abbildung). Ist die Belagstärke unter 1,6 mm abgesunken, sind die Beläge schnellstmöglich zu erneuern. Achtung: Die eigentlichen Bremsbeläge sind auf einem Metall-Träger aufgebracht. Dieser darf bei der Ermittlung der Belagstärke nicht in die Berechnungen miteinbezogen werden.

5 Sollte es nicht möglich sein, die Belagstärke anhand der oben beschriebenen Methode zu ermitteln: oder bestehen Unklarheiten bezüglich des Zustandes der Bremsbeläge, sollten die Bremssättel und -Beläge ausgebaut werden.

6 Bevor die Räder erneut montiert werden, sollten zunächst sämtliche Bremsleitungen im Bereich der Räder auf Leckagen untersucht werden. Die Leitungen, falls erforderlich, unverzüglich instand setzen oder erneuern.

7 Die Bremsscheiben auf Schäden oder unnatürlich starken Verschleiß untersuchen. Sind die Bremsscheiben stark verschlissen oder Beschädigt, sind die unverzüglich zu erneuern .

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  22. Wischblätter überprüfen und erneuern
Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 20:58 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten - Keine Antworten

1 Die Scheibenwischer und die Wischblätter sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Insbesondere auf lose Teile, gebrochene oder verdrehte Wischblätter sollte geachtet werden.

2 Aufgrund der normalen Umwelteinflüsse kann sich eine Schmutzschicht bilden, welche die Wirkung der Wischer stark beeinträchtigen kann. Diese Schmutzschicht sollte regelmäßig mit einer Seifenlösung oder den im Handel erhältlichen Reinigungsmitteln entfernt werden.

3 Bei jeder Kontrolle der Wischblätter sollte auch der mechanische Aufbau der Scheibenwischer überprüft werden. Haben sich Schrauben oder Muttern gelöst, sind diese festzuziehen.

4 Sind die Wischblätter gebrochen, verdreht oder stark abgenutzt, so sind diese durch neue zu ersetzen.

5 Den Wischerarm vorsichtig anheben, um die Wischblätter herauslösen zu können.

6 Die einfachste Möglichkeit besteht darin, ein komplettes Wischer-Element, d. h. Wischblatt mit Halterung zu erwerben. Die Halterung wird durch leichten Druck am Wischerarm herausgelöst und durch das neue Wischerelement ersetzt.

7 Kostengünstiger ist es oftmals, das Wischblatt als 'Meterware' zu erwerben und selbst zu konfektionieren, d.h. auf die entsprechende Länge zu schneiden. Das verbrauchte Wischerblatt wird durch 'Unterhaken' an den Haltekrallen der Wischblatt-Halterungen herausgehebelt. Der Einbau des neuen Wischerblattes erfolgt auf die selbe Art u. Weise.

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  23. Ersatzrad und Wagenheber überprüfen
Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 20:58 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten - Keine Antworten

1 Sollten rasselnde Geräusche aus dem Bereich des Vorderwagens vernehmbar sein, so ist sicherzustellen, das Ersatzrad und Wagenheber sicher befestigt sind.

2 Nach jedem Einsatz des Wagenhebers die Gewindestange mit weißem Sprühfett oder einem anderen geeignetem Schmierstoff behandeln.

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  24. Sicherheitsgurte überprüfen
Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 20:57 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten - Keine Antworten

1 Die Sicherheitsgurte auf der gesamten Länge auf Risse untersuchen. Sind Risse vorhanden, so ist der jeweilige Gurt unverzüglich zu erneuern.

2 Den Sicherheitsgurt an den Enden (Durchführungen zur B-Säule) anfassen und ruckartig herausziehen. Läßt sich der Sicherheitsgurt ohne Widerstand abrollen, so ist der jeweilige Gurt unverzüglich zu erneuern.24. Sicherheitsgurte überprüfen

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  25. Arretiervorrichtung der Sitzlehnenverstellung überprüfen
Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 20:57 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten - Keine Antworten

1 Bei gelöstem Verstellhebel muß sich die Sitzlehne widerstandsfrei verstellen lassen. Ist dies nicht der Fall, so ist der Sitz zu erneuern oder der Mechanismus instand zusetzen.

2 Der Sitz darf sich nur nach vorne und hinten verstellen lassen, solange der Sicherungshebel unterhalb der Sitzfläche nicht betätigt wird. Läßt sich der Sitz dennoch verstellen, so ist der Sitz zu erneuern oder der Verstellmechanismus instand zusetzen.

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  26. Lenkradschloß überprüfen
Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 20:56 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten - Keine Antworten

Bei geparktem Fahrzeug sämtliche Fahrstufen durchschalten. Das Schlüssel darf sich nur bei 'Park'-Stellung in die 'Lock'-Position bringen und abziehen lassen. Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe darf der Schlüssel nur bei betätigtem Sicherungshebel an der Lenksäule in 'Lock'-Position drehen und abziehen lassen. Unabhängig von der Getriebevariante darf sich der Zündschlüssel nur in 'Lock'-Stellung aus dem Zündschloß ziehen lassen.

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  27. Sicherheitsschalter am Zündschloss überprüfen
Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 20:56 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten - Keine Antworten

Zunächst die Handbremse anziehen und die Fußbremse ganz durchtreten, Beim Anlassen der Maschine darauf gefaßt sein, den Motor sofort wieder abzustellen. Diese Vorsichtsmaßnahmen sind erforderlich, da das Fahrzeug bei dieser Prozedur möglicherweise ohne Vorwarnung schlagartig anfahren und unangenehme Schäden verursachen könnte. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe versuchen, das Fahrzeug in allen Fahrstufen zu starten. Dies darf nur in "Park"- oder "Neutral"-Stellung möglich sein. Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe darf sich der Anlasser nur bei vollständig durchgetretenem Kupplungspedal betätigen lassen.

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  28. Handbremse überprüfen
Geschrieben von: Michael_Frey - 21.09.2012, 20:56 - Forum: Kapitel A - Wartungsarbeiten - Keine Antworten

Achtung: Bevor die Funktion der Handbremse überprüft wird, sollte eine Parkmöglichkeit an einer ausreichenden Steigung gesucht werden. Weiterhin sollte nach hinten genügend Platz vorhanden sein, falls das Fahrzeug unerwartet zurück rollt. Sollte dies der Fall sein, liegt das unverzügliche Treten der Fußbremse nahe. Bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe ist der Gang herauszunehmen und die Fußbremse langsam zu lösen. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe den Wählhebel in 'Park'-Stellung bringen und alle Bremsen lösen.

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