Beitrag Fr 21. Sep 2012, 22:07

16. Motorenöl und -Filter tauschen

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Hier sind sämtliche Werkzeuge abgebildet, welche zum Tauschen des Ölfilters erforderlich sind. Altöl- uffangwanne. Auf ausreichendes Fassungsvermögen achten. Die Wanne sollte groß genug sein, um evtl. spritzendes Altöl sicher auffangen zu können. Trichter, erleichtert dos Einfüllen frischen Motorenöls. Filter- bzieher. Hier die Metallband-Ausführung. Eine weitere Bauform ist die dreiarmige. Ratsche mit Verlängerung. Ist möglicherweise erforderlich, falls die ÖI-Ablaßschraube 'festgegammelt' ist Stecknuß in der für dieÖlablaßschraube passenden Große. Öldosen-Öffner, wird eventuell zum Öffnen einer BlechÖldose benötigt. Gießvorrichtung. Kann anstatt des Trichters benutzt werden, um ein sicheres und spritzfreies Einfüllen des neuen Motorenöls zu ermöglichen. Gummihandschuhe. Schützen beim Lösen der Ölablaßschraube vor unschönen Verschmutzungen und Verbrennungen durch heißes Motorenöl.

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Mittels eines speziellen Ölfilter-Abziehers den alten Ölfilter lösen. Hierbei vorsichtig vorgehen, um nicht mit eventuell heißen Teilen des Motors in Berührung zu kommen. Beim Lösen des Filters bedenken, das Öl aus dem Filter sowie dem Motorengehäuse herausfließt, daher ist zuvor für eine geeignete Unterlage (Auffangwanne) zu sorgen. Regelmäßiges und frühzeitiges Wechseln des Motorenöl- Filters ist die sicherste Methode, unangenehmen Motorschäden vorzubeugen. Obgleich vom Hersteller der Wechsel des Ölfitters nur bei jedem 2. Ölwechsel vorgesehen ist, empfehlen wir den Wechseln des Filters bei jedem Ölwechsel, nicht zuletzt aufgrund des geringes Preises eines Filters und dessen für den Motor 'lebenswichtigen' Reinigungsfunktion. Für den Öl- und -Filterwechsel werden neben einer Ratsche mit einer der Ablaßschrauben entsprechenden Stecknuß ein Ölfilterabzieher, noch eine Auffangwanne (ca. 6 Liter Fassungsvermögen) und ein Trichter benötigt. Die erforderlichen Arbeiten am Fahrzeugunterboden werden durch die Verwendung einer Hebebühne oder einer Grube wesentlich erleichtert. Im Notfall kann der Ölwechsel auf durchgeführt werden, nachdem das Fahrzeug auf geeigneten Auffahrrampen abgestellt wurde. Unter gar keinen Umständen dürfen die im folgenden beschriebenen Arbeitet durchgeführt werden, wenn das Fahrzeug nur mit Wagenhebern hochgebockt wurde. Bevor der eigentliche Ölwechsel durchgeführt wird, sollte zunächst die Position der Ölablaßschraube und des Ölfilters in Erfahrung gebracht werden. Beim eigentlichen Ölwechsel hat der Motor und dessen Aggregate Betriebstemperatur, es sollte deshalb schon vorher überlegt werden, wie die Arbeiten durchgeführt werden, ohne Verbrennungen davonzutragen. Den Motor auf Betriebstemperatur bringen (z.B. ca. 10 km mit normaler Geschwindigkeit auf der Landstraße fahren). Das somit angewärmte Öl und eventuell darin befindliche Ablagerungen ist dann dünnflüssiger und kann leichter herausfließen. Nachdem das Öl aufgewärmt wurde, ist das Fahrzeug entweder aufzubocken oder über eine geeignete Grube zu fahren. Achtung: Unter keinen Umständen irgendwelche Arbeiten unter einem nur durch Wagenheber oder Ähnliches aufgebocktem Fahrzeug durchführen ! Schon durch das Rucken beim Lösen der Ölablaßschraube könnte das Fahrzeug von den Wagenhebern 'abrutschen' und für eine unsch öne Deformation der darunter befindlichen Körperteile sorgen. Alle erforderlichen Werkzeuge griffbereit unter das Fahrzeug legen. Die ÖI-Auffangwanne unter der Ölablaßschraube positionieren. Es ist zu bedenken, das die ersten Liter Öl unter stärkerem Druck austreten, als der heraustropfende Rest, daher ist eventuell die Auffangwanne zu verschieben. Beim hantieren an der Ablaßschraube darauf achten, das keine Teile der heißen Abgasanlage berührt werden. Das Tragen von Gummihandschuhen oder die Benutzung eines geeigneten Lappens ist ratsam, da die Ölablaßschraube letztendlich mit der Hand herausgedreht wird. Das Altöl solange wie möglich in die Ölwanne tropfen lassen, diese ist eventuell, wie bereits weiter oben beschrieben, in Abhängigkeit von der Austrittsstärke des Öls erneut auszurichten. Das Altöl auf das Vorhandensein von Metallspänen oder anderen Fremdstoffen untersuchen. Nachdem des gesamte Öl herausgelaufen ist, die Ablaßschraube mit einem geeignetem Lappen reinigen. Eventuell an der Schraube verbleidende Metallpartikel würden das neue Öl sofort 'konterminieren'. Den Bereich um die Ablaßschraube reinigen. Die ÖI-Auffangwanne unterhalb des Ölfilters plazieren. Den Ölfilter unter Zuhilfenahme eines geeigneten Abziehers lösen. Eine möglicherweise Zerstörung des Filtergehäuses ist unerheblich, da dieser ohnehin nicht wieder verwendet werden kann.

Hinweis: Bei Fahrzeugen mit der V6- Maschine lässt sich der Ölfilter möglicherweise einfacher tauschen, nachdem das in dessen unmittelbarer Nähe angebrachte Wärme- Schutzschild gelöst wurde. In seltenen Fällen kann es vorkommen, das sich er Ölfilter selbst mit einem Abzieher nicht lösen läßt. Als 'letzte Rettung' empfiehlt sich hier das Einstechen eines langen Schraubendrehers in die Wandung des Filtergehäuses. Durch den als Hebel wirkenden Schraubendreher kann der Filter nun soweit angelöst werden, das dieser mit einem Abzieher weiter herausgedreht werden kann. Beim Einstechen des Schraubendrehers ist darauf zu achten, das Öl herausspritzen kann. Den arten Ölfilter vorsichtig mit der Hand herausdrehen. Achtung: Der Filter ist vollständig mit Öl gefüllt, dieses in die ÖIAuffangwanne schütten. Vor dem Einbau des neuen Ölfilters ist sicherzustellen, das dieser gleichen Typs wie der alte Filter ist. Mittels eines geeigneten Lappen den Bereich um den Ölfilter von herauslaufendem Öl und anderen Verschmutzungen befreien. Anhand des arten Ölfilters feststellen, ob die alte Filterdichtung eventuell noch an der Filter- Montageöffnung des Motors 'klebt'. Ist dies der Fall, so ist diese unter Zuhilfenahme eines Spitzen Schraubendrehers zu entfernen. Den Dichtring des neuen Ölfilters mit einer geringen Menge frischen Öls einschmieren. Den neuen Ölfilter mit der Hand hereindrehen und fest anziehen. Achtung: Die Hersteller von Ölfiltern raten vom Gebrauch von speziellen Werkzeugen zum Anziehen des Ölfilters ab, weil hierdurch in den meisten Fällen durch Überdrehen des Filters dessen Dichtring beschädigt wird. In jedem Fall sind die auf der Verpackung des Filters angegebenen Hinweise des Herstellers zu beachten. Wird der Filterwechsel an einem Fahrzeug mit V6-Maschine durchgeführt, bei welchem zuvor das Wärme-Schutzschild abmontiert wurde, so ist dieses nun wieder anzubringen. Sämtliche Werkzeuge unter dem Fahrzeug entfernen. Die Ölwanne vorsichtig unter dem Wagen wegziehen, hierbei darauf achten, kein Öl zu verschütten. Wurde eine Hebebühne eingesetzt, das Fahrzeug nun wieder herablassen. Kamen Auffahrrampen zum Einsatz, sind diese nun zu entfernen. Die ÖI-Einfüllkappe am Ventildeckel öffnen. Mittels einer geeigneten Ölkanne oder unter Zuhilfenahme eines Trichters das 'frische' Öl einfüllen. Einige Minuten warten, damit sich das Öl in der Ölwanne sammeln kann. Den Füllstand anhand des Peilstabes überprüfen. Liegt der Füllpegel kurz vor oder auf der "FULL"-Markierung, ist der Motor zu starten, um das neue Öl in der Maschine zu verteilen. Den Motor für ca. 1 Minute laufen lassen, dann ausschalten. Den Bereich unter dem Wagen (Höhe Ablaßschraube und Ölfilter) auf Ölflecken untersuchen. Tritt Öl aus, so entweder Schraube oder Filter etwas fester anziehen. Nachdem das neue Öl Gelegenheit hatte, sich im Motorraum zu verteilen, ist der Füllstand erneut zu ermitteln. Falls erforderlich, ist noch soviel Öl nachzufüllen, dasdieses den Stand der "FULL"- Markierung erreicht. Bei den ersten Fahrten nach einem Ölwechsel sollte regelmäßig der Ölstand überprüft werden. Außerdem sollte im Bereich unterhalb des Fahrzeug auf Ölflecken geachtet werden. Das aufgefangene Altöl kann normalerweise bei Tankstellen, KFZ-Werkstätten oder Kaufhäusern mit einer KFZAbteilung abgegeben werden. Da so gesammelt Öl kann nach einem erneuten Raffinierungs-Prozeß wieder verwendet werden. Nachdem das in der Wanne aufgefangene Öl abgekühlt ist, sollte dieses in einen geeigneten Transportbehälter umgefüllt werden.